Skanzen

Stará Ves

Bereits in den siebziger Jahren hatte der Gründer des damaligen Waldparkes, Herr Walter Markel, die Absicht, zusätzlich zur Ausstellung europäischer Fauna und dem Naturschutzgebiet ein Freiluftmuseum zu errichten, welches die typischen Merkmale eines niedererzgebirgischen Dorfes vorstellt.
Erst im Jahre 2005 konnte dank der finanziellen Unterstützung der EU damit begonnen werden, diese Idee in die Tat umzusetzen.
Aus der ursprünglichen Idee entstand das Zentrum erzgebirgischer Volkskunst, welches sich auf mehrere Ausstellungsorte aufteilt. Eine Ausstellung wird sich im Museum der Stadt Annaberg-Buchholz im benachbarten Deutschland befinden, weitere in den Museen von Chomutov und Most sowie im Freiluftmuseum Stará Ves auf dem Gelände des Niedererzgebirgischen Zooparks.
Als erstes wurde im Freiluftmuseum Stará Ves eine Kopie einer Fachwerkkapelle errichtet, welche ursprünglich im Ort Krupice im Duppauer Gebirge stand. Es folgten der Bau einer Windmühle und eines Fachwerkhofs, welche schon heute die Lebensart der Bewohner des niederen Erzgebirges mitsamt ihrer Gewohnheiten und Traditionen vorstellen, und dies nicht nur durch ein Angebot an Ausstellungen, deren Inhalt auch die Zucht von Haustieren ist, sondern auch durch verschiedene gesellschaftliche Veranstaltungen. Aus Soběnic bei Úštěk wurde eine Blockhütte geholt, welche so vor dem Verfall gerettet wurde. Es folgte die Revitalisierung des Teiches, und eine Lindenalle wurde gepflanzt, an deren Anfang die Statue der Heiligen Dreifaltigkeit steht. In den folgenden Jahren bauten Schüler tschechischer und deutscher Mittelschulen eine frühmittelalterliche Siedlung mit altslavischen und altdeutschen Behausungen.
Im Rahmen des Projektes Zentrum erzgebirgischer Volkskunst wird das niedererzgebirgische Dorf in Zukunft weiter wachsen. Es wird die Fertigstellung einer Schnitzerwerkstatt geplant, in welcher den Besuchern Beispiele volkstümlichen Handwerks und Werkzeuge vorgeführt werden. Die Blockhütte wird fertiggebaut, es entstehen eine Scheune und ein Speicher mit sanitären Einrichtungen. Eine Umzäunung des Gebietes ist dringend notwendig.
Die Partner planen außerdem, gemeinsam eine Ausstellung der Ströhersammlung zu erstellen, die sowohl urs prüngliche tschechische als auch sächsische historische Gegenstände, vor allem Spielzeuge, enthält, wodurch zum ersten Mal eine grenzüberschreitende Ausstellung traditioneller Volkskunst entsteht. Die Ströhersammlung, welche eine Leihgabe der Schweizer Sammlerin Dr. Erika Pohl-Ströher ist, wird sowohl auf deutscher als auch tschechischer Seite ausgestellt werden. Mit der gemeinsamen Präsentationen der Sammlung in den Städten Annaberg-Buchholz, im Regionalmuseum Chomutov und im Regionalmuseum Most, wo neue Ausstellungsräume vorbereitet werden, wollen die Projektpartner den grenzüberschreitenden Tourismus fördern und gemeinsame Traditionen hervorheben. Die geplante Erschaffung grenzüberschreitender Ausstellungen erzgebirgischer Volkskunst stärkt die touristische Entwicklung, verbessert die Beschäftigungschancen und die Bedingungen für die Privatwirtschaft.
Für alle drei beteiligten Seiten wird ein grenzüberschreitendes Eintrittsystem entwickelt. Bei der Erstellung des gemeinsamen Eintrittsystems werden auch soziale Aspekte berücksichtigt, um den Zugang zu der Ausstellung möglichst allen Bürgern zu ermöglichen.
Die gemeinsame Ausstellung erzgebirgischer Volkskunst, ihrer Wurzeln und ihrer Entwicklung, trägt zum gegenseitigen Verständnis auf beiden Seiten der Grenze und damit zur Vertiefung der Identifikation der Bevölkerung mit dem Erzgebirge, dem Gebiet gemeinsamer Kultur und Tradition, bei.
 
 
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